Imperium Ladinorum
Von der Planung einer Colonia - Druckversion

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Von der Planung einer Colonia - Arcadius Flavius Aelianus - 18.05.2016

Der künftige Imperator Occidentalis schaut sich eine erste Karte der neuen Colonia Aquilegia an. Geplant sind ein schönes, grosses Forum, ein Mithrastempel, ein Tempel des Mars Ultor, des Schutzgottes der Flavier, eine Curia (der Sitz der Stadtregierung), eine Basilica (das Gerichtsgebäude der Stadt) sowie ein Amphitheater. Aber natürlich fehlt noch so Einiges.

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- Stadtwache - 30.06.2016

Die Legion rückt an und baut Zeltstädte.

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- Antonius Attalaidus Porphyrogenetos - 02.07.2016

beäugt alles sehr genau und ist zufrieden


- Arcadius Flavius Aelianus - 02.07.2016

Die Götter werden befragt, die Auspicia eingeholt. Aber, da die Götter höchstselbst die Gründung der Stadt befohlen haben, rechnet man mit deren Wohlwollen. In früheren Zeiten wurden dazu Tiere geopfert, heute, schon seit 800 Jahren, zeitgleich zur Abschaffung der Sklaverei (die dem Imperium einen technologischen Vorsprung brachte, der dazu führte, dass vor 200 Jahren "nichts mehr ging" und man der Technik weitestgehend abschwor), empfindet man solche Opfer als barbarisch.

Man befragt die Vogelschauer und siehe: Das beste aller denkbaren Zeichen! An den Grenzen der künftigen Stadt nistet ein Adlerpaar - mit drei Jungen! Zwei Adler, sie stehen für das östliche und das westliche Imperium, die drei Jungen stehen für das Brüder-Trio aus Imperator Orientalis, Imperator Occidentalis und Pontifex Maximus.
Die neue Stadt und mit ihr das Imperium als Ganzes wird gedeihen!

Nun werden die Hauptachsen der Stadt festgelegt: Der Cardo Maximus, der von Nord nach Süd verläuft und 20 Fuß (etwas weniger als 6 m) breit ist und der Decumanus Maximus, der in Ost-West-Richtung verläuft und dessen Breite 40 Fuß beträgt, also beinahe 12 m.

Dort, wo sie Cado Maximus und Decumanus Maximus treffen, dort wird das Forum der Stadt angelegt.



- Arcadius Flavius Aelianus - 02.07.2016

Anhand diese Strassenkreuzes werden nun die Nebenstrassen der neuen Colonia festgelegt, die Cardines und Decumani. Allerdings werden sie zunächst nur markiert, denn erst einmal müssen Abwasserkanäle erbaut werden. Dies Kanäle sind mannshoch und bestehen aus Opus Cementitium, aus Gussmauerwerk, welches locker 2000 Jahre und mehr bestehen kann. Und natürlich ist deren Decke gewölbt, um den Druck der über ihnen liegenden Strassendecke, der auf ihr fahrenden Wagen und auf ihr laufenden Menschen abzuleiten.

Nun ist es Zeit, dass Pomerium, den umfriedeten un heiligen Teil der Stadt festzulegen, das eigentliche Siedlungsgebiet der Stadt. Innerhalb des Pomeriums dürfen keine Bestattungen stattfinden, daher findet man die Gräber ladinischer Städte ausserhalb der Stadtmauern, an den grossen Ausfallstrassen der Colonia. Dies mag Ausländern befremdlich erscheinen, für Ladiner ist es aber der Normalzustand, denn die schönsten Mausoleen der reichen Bürger sind umgeben von parkartigen Anlagen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Tod wird in Ladinien eben nicht versteckt, man nutzt ihn sogar noch nach dem Ableben zum "Angeben".



- Arcadius Flavius Aelianus - 02.07.2016

Das Pomerium, der ummauerte Teil der Stadt.
Der Gründer der Colonia, in diesem Fall der Kaiser des Westreiches, legt dieses Pomerium mittels eines Pfluges fest, vor den eine weisse Kuh und ein weisser Stier geschirrt sind. Der Pflug bricht den Boden, die nach Innen fallende Erde steht für die spätere Stadtmauer, die Ackerfurche für den Graben vor der Stadtmauer.
Dort, wo die Stadttore erbaut werden, hebt der Herrscher den Pflug an und trägt ihn, der Breite des künftigen Tores entsprechend ein Stück, bevor er den Pflug erneut in die Erde stösst.

In vielen Ländern der Welt geht die Sage, innerhalb des Imperiums würden alle Gebäude aus Stein, ja sogar ausschliesslich aus Marmor errichtet, doch weit gefehlt!
Die schlichte Wahrheit ist: Der Ladiner baut mit den Materialien, die er vor Ort vorfindet, die leicht zu beschaffen und preiswert sind.

So auch hier: Die Fundamente der Häuser werden aus Stein errichtet, doch darauf baut man in Fachwerk-Manier. Ein hölzernes Gerüst, verfüllt mit gestampftem Lehm und hernach sorgfältig verputzt, daher rührt der Eindruck, alles sei "in Stein gemeisselt".

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Die Rechte an den Bildern liegen beim Verfasser des Beitrages, die Bilder selbst zeigen das neue Handwerkerhaus innerhalb des Archäologischen Parks in Xanten, für den der Verfasser des Beitrages auf diese Weise ein wenig werben möchte. Wink





- Arcadius Flavius Aelianus - 23.08.2016

Nachdem die Parzellen festgelegt sind (schmale, rechteckige Gründstücke, der Schmal- oder Stirnseite zur künftigen Straase zeigt), beginnen die künftigen Bewohner mit dem Bau ihrer Häuser. Wie bereits angemerkt bestehen die Grundmauern aus Stein, dem folgen Schichten aus Stampflehm, die immer wieder von Schichten aus schräggestellten Ziegelsteinen unterbrochen sind. Diese Bauweise verhindert, dass Nässe in die Wände eindringen kann, gleichzeitig leiten die Ziegel den Druck des Daches und der Mauer selbst ins Erdreich ab.